Intelligent Price Automation

Dynamic Pricing mit ESL/EPL im Sporthandel

Dynamic Pricing ESL

Das Problem

Dynamic Pricing ist eine wichtige Komponente jeder Digitalisierungsstrategie und hat sich in den letzten Jahren speziell im Online-Handel zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor entwickelt. Online Pure-Player nutzen dieses Werkzeug gezielt um Preise entsprechend des Kundenverhaltens zu verändern. In anderen Branchen ist Dynamic Pricing längst Standard.

Durch den Einsatz von Electronic Shelf Labels (ESL) wird Dynamic Pricing auch im stationären Handel effizient umsetzbar. Immer mehr Händler nutzen digitale Preisschilder und Preisetiketten um ihre Preise nachfragegerecht zu steuern. Häufig stehen jedoch operative Effekte im Fokus, die notwendige Preisintelligenz fehlt und somit bleiben maßgebliche Potentiale ungenutzt.

Die Lösung

Gemeinsam mit einem Sport-Händler haben wir dieses Problem adressiert und ein Pilotprojekt aufgesetzt. Das IPA Modul „Dynamic Pricing“ wurde in die Warenwirtschaft des Händlers integriert und für einen Warenbereich initialisiert.

Die verwendeten Preisalgorithmen arbeiten nachfrage-, angebots- und umweltorientiert und nutzen neben den internen Daten auch Wettbewerbspreise zur optimalen Preisgestaltung. Unsere Scraping-Technologie erfasst tagesaktuell die Preisdaten der festgelegten Mitbewerber und Marken.

Über die Anwendung justieren die Category Manager die Wettbewerbsregeln und können unter anderem Minimal-, Maximal- und Durchschnittspreise sowie Abweichungen zum UVP definieren. Diese Schwellwerte werden vom Algorithmus als Leitplanken verstanden und fließen als Einflussgröße in die Preisberechnung ein. Bei ausreichender Konfidenz werden die neuen Preise vollautomatisch gesetzt, an die ESL-Systeme in den Filialen übergeben und wenige Sekunden später auf der Fläche angezeigt.

Das Ergebnis

Noch befinden wir uns inmitten der Testphase, doch die ersten Ergebnisse sind verheißungsvoll. Im pilotierten Sortiment konnten im vergangenen Schlussverkauf Rohertragssteigerungen von bis zu 7% erreicht werden. Durch die Möglichkeit, auch auf kurzfristige Wetteränderungen zu reagieren, hat der Händler auch den Umsatz im Vergleich zu anderen Warenbereichen um 5% steigern können. Die Befürchtung, dass Dynamic Pricing dem Preisimage schaden könnte, haben sich bisher nicht gezeigt. Im Gegenteil: durchschnittlich können sich die Kunden sogar über niedrigere Preise freuen.

Siehe auch: